| Donnerstag, den 30. Juni 2011 um 00:00 Uhr |
Neue Lego-Roboter am Städtischen Gymnasium Kamp-Lintfort im Einsatz
Eine Gruppe von Neuntklässlern tüftelt an einen kleinen Roboter aus Lego- und Elektronikteilen und programmiert ihn mit Hilfe eines Laptops. Nach einigen Fehl-versuchen und angeregten Diskussionen, wo der Fehler stecken könnte, bewältigt der selbstgebaute Roboter schließlich die gestellt Aufgabe. „Endlich mal was richtig Praktisches zum Arbeiten. Da sieht man sofort, ob man richtig programmiert hat,“ kommentiert einer der Schüler seine Begeisterung, Mitschülerinnen und Mitschüler pflichten ihm kopfnickend bei. Martina Köhlen-Prang, Fachlehrerin für Informatik und mitverantwortlich/zuständig für das Medienkonzept am SGKL, kann diese Einschätzung ihrer Schülerschaft nur teilen: „Dank einer großzügigen Spende der Stadtwerke Kamp-Lintfort verfügt das Gymnasium ab sofort über zwei weitere Baukästen. Die Erfahrung der letzten Jahre zeigt, dass es für die Schüler sehr motivierend ist, im Informatik-Unterricht in Klein-gruppen Theorie und Praxis zu verknüpfen und eigene Roboter zu bauen und zu programmieren. Die Baukästen ergänzen unsere Medienausstattung ideal und lassen sich hervorragend in Kombination mit dem Laptopwagen einsetzen.“ Seit einem Jahr werden die Kästen des Lego-Minstorms Systems im Informatik-Unterricht eingesetzt und sind mittlerweile zu einem festen Bestandteil des Unterrichts in den Klassen 8 und 9 geworden. Andreas Kaudelka, Geschäftsführer der Stadtwerke Kamp-Lintfort, erklärt das Enga-gement der Stadtwerke: „ Wir sind eine Informationsgesellschaft, in der Internet, Telekommunikation und modernste Überwachungs-Steuertechniken nicht mehr wegzudenken sind. Insbesondere ist dies bei den Stadtwerken Kamp-Lintfort zur sicheren Steuerung und Überwachung der Versorgungsanlagen betriebsnotwendig, aber auch zunehmend unter dem Stichwort „Smart Home“ zur Steuerung der haustechnischen Anlagen von der Heizung bis zur Kaffeemaschine, angepasst an die individuelle Lebensgewohnheiten, ein Thema.“ Hinter dem sperrigen Namen Lego-Minstorms System verbirgt sich eine Produktserie des Spielzeugherstellers LEGO, die programmierbare Lego-Steine mit Elektro¬motoren, Sensoren und weiteren Technikteilen kombiniert, so dass man Roboter zusammensetzen und programmieren kann. Als Schnittmenge von Spielzeug und Technik bietet dieses System für Jugendliche motivierende Anreize, sich mit Technik und Informatik zu beschäftigen. Gleichzeitig setzen auch Hochschulen das System ein, allerdings wird hier häufig wie an der Hochschule Rhein-Waal mit Java programmiert. Erste kleinere Kooperationen zwischen dem Gymnasium und Studenten von Prof. Dr. Frank Zimmer, zuständig für Informatik, (Internet-)Programmierung und Systemsoftware haben bereits stattge¬funden. Die Europäische Union und das Bildungsministerium für Bildung und Forschung fördert die Initiative des Fraunhofer-Instituts „Roberta – Lernen mit Robotern“: Mit der der Entwicklung von Lehr- und Lernmaterial sowie der wissen¬schaftlichen Begleitforschung und Ausbildung der Lehrkräfte hat sich das Fraunhofer IAIS zum Ziel gesetzt, dem Nachwuchsmangel in technischen Berufen zu begegnen und die Begeisterung für Mathematik, Naturwissenschaften und Informatik bereits im Schulalter zu wecken. |
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