Die Stadtwärme Kamp-Lintfort GmbH, eine 100-prozentigen Tochter der Stadtwerke Kamp-Lintfort GmbH, geht einen weiteren konsequenten Schritt in Richtung klimaneutrale Wärmeversorgung: Gemeinsam mit dem Softwareunternehmen Gradyent aus Berlin startet sie eine strategische Partnerschaft zur Digitalisierung ihres Fernwärmesystems.
Das Fernwärmenetz der Stadtwärme Kamp-Lintfort, umfasst derzeit eine Jahreswärmeabgabe von rund 102 Gigawattstunden und erstreckt sich über eine Länge von etwa 55 Kilometern. Mit dieser Größe stellt das Netz einen zentralen Baustein der lokalen Wärmeversorgung dar und bietet gleichzeitig großes Potenzial für Effizienzsteigerungen.
„Durch den Ausbau des Netzes schaffen wir eine zuverlässige, klimafreundliche und preisstabile Wärmeversorgung für die Bürger. Neben dem Bau von neuen Leitungen zum Anschluss bisher nicht mit Fernwärme versorgter Straßenzüge, sind Optimierungen im vorhandenen Netz eine wesentliche Voraussetzung für eine erfolgreiche Wärmewende. Die Digitalisierung unserer Prozesse ist dabei von besonderer Bedeutung für die Zukunft“, erläutert Daniel Cannistra, Geschäftsführer der Stadtwärme Kamp-Lintfort GmbH.
Kern der Zusammenarbeit ist der Aufbau und Einsatz eines sogenannten „Digitalen Zwillings“ des Fernwärmenetzes. Das Modell nutzt in Echtzeit Betriebs , Wetter und anonymisierte Verbrauchsdaten, um den Betrieb des Netzes zu simulieren, zu analysieren und zu optimieren. Ziel ist es, die Wärmeverluste beim Transport vom Asdonkshof zu den Haushalten zu reduzieren und den Betrieb insgesamt effizienter zu gestalten.
„Es kommt darauf an, bestehende Infrastrukturen unseres Fernwärmenetzes intelligent zu nutzen“, sagt Jörg Buschmann, Prokurist und technischer Leiter der Stadtwärme Kamp-Lintfort GmbH. „Mit dem Digitalen Zwilling schaffen wir die Grundlage, unser Netz schrittweise auf niedrigere Temperaturen umzustellen, Verluste im Netz sichtbar zu machen und gezielt zu minimieren, ohne dabei die Versorgungssicherheit zu gefährden.“
Auch Gradyent sieht in der Partnerschaft ein starkes Signal für die regionale Energiewende. „Die Stadtwerke Kamp Lintfort zeigen, wie Energieversorger Innovation pragmatisch und zielgerichtet einsetzen können. Gemeinsam gehen wir nun den nächsten Schritt zu einem datenbasierten, transparenten Betrieb des Fernwärmenetzes.“, sagt Alexander Schultz, Business Development Lead bei Gradyent. „Die Zusammenarbeit zeigt, wie Digitalisierung und Klimaschutz konkret zusammenwirken können.“



