Der sechste Schreibwettbewerb findet auch in diesem Schuljahr statt und richtet sich wieder an alle Schülerinnen und Schüler der vierten Klassen der Kamp-Lintforter Grundschulen. Ziel ist, bei den Kindern Motivation und Lust am Schreiben zu wecken, zu fördern und so das Selbstvertrauen in die eigenen Fähigkeiten und Talente zu stärken. Das diesjährige Thema des Wettbewerbs lautet „Leben in Kamp-Lintfort: Gestern – Heute – Morgen“. Initiiert und durchgeführt wird der Wettbewerb „Geschichtenerfinder“ vom Verein LesART. Das Kulturbüro der Stadt Kamp-Lintfort und die Stadtwerke Kamp-Lintfort unterstützen den Wettbewerb.
„Unser Leben in Kamp-Lintfort hat sich in den letzten Jahren stark verändert. Es geht um die Fragen: „War früher alles besser? – Ist heute das Leben schöner? – Was können wir für die Zukunft lernen?“ erläutert Christine Buyken vom Verein LesART, die gemeinsam mit dem Kulturbüro den Wettbewerb organisiert. Zum Start des Wettbewerbes wurden alle vierten Klassen in den Schirrhof eingeladen.
„In den Auftaktveranstaltungen sollen die Schülerinnen und Schüler einen Eindruck vom Leben in der Vergangenheit im Vergleich zu heute gewinnen, aber auch motiviert werden, eigene Ideen für die Zukunft zu entwickeln,“ so Buyken weiter.
„Der Alltag früher unterschied sich sehr stark von euren heutigen Erfahrungen. Noch bis 2012 hat die Zeche Friedrich-Heinrich maßgeblich das Leben in Kamp-Lintfort bestimmt“, erläuterte Manfred Reis von der Fördergemeinschaft für Bergmannstradition Linker Niederrhein. Er vermittelte lebendige Eindrücke in die Lebensumstände und Wohnverhältnisse einer Bergarbeiterfamilie und in den Arbeitsalltag der Bergarbeiter im vergangenen Jahrhundert.
Den Blick in die Zukunft gab Prof. Dr. Klaus Hegemann, Dekan der Fakultät Kommunikation und Umwelt an der Hochschule Rhein-Waal. „Wie entwickelt sich unsere heutige Arbeitswelt? Gehen wir künftig nachhaltiger bei der Verwertung von Abfallstoffen vor? Welche innovativen Produkte wie „essbare Wälder“ oder Lebensmittel aus dem 3D-Drucker finden zukünftig den Weg auf unseren Teller? Mit diesen und vielen anderen Zukunftsfragen beschäftigen wir uns in der Hochschule“, stimmte der Dekan die Kinder ein.
Anschließend waren die insgesamt ca. 400 Schülerinnen und Schüler klassenweise zu kleineren Workshops eingeladen, in denen verschiedene Alltagskompetenzen aber auch Projekte der Hochschule als Anregung vorgestellt wurden. An den Workshops waren u.a. beteiligt: Das grüne Klassenzimmer, die Fördergemeinschaft für Bergmannstradition, die KiTa Tausendfüßler, lesART und die Hochschule Rhein-Waal.
In den nächsten Wochen werden die Kinder, inspiriert von ihren Erlebnissen und Erinnerungen, ihren Erfindergeist und ihre Gedanken in Worte fassen und zusätzlich in Bildern darstellen. Bis zum 21. März müssen die Geschichten von den Schulen eingereicht werden.
Eine Jury trifft die Auswahl der einfallsreichsten und kreativsten Geschichten. Am 3. Juli findet die Preisverleihung im Schirrhof statt. Einige der Geschichten werden dann in einem Buch erscheinen, das in den teilnehmenden Klassen verteilt wird. „Wir freuen uns auf zahlreiche, spannend erzählte Ideen. Durch das von uns geförderte Buch bekommen die Erzählungen der Kinder eine größere Öffentlichkeit und das stärkt die Motivation zum Schreiben,“ hofft Judith Dohmen-Mick, Jurymitglied und Pressesprecherin der Stadtwerke Kamp-Lintfort.




